Gudrun Zentis und Horst Lambertz unterschreiben für den Erhalt des Buschbeller Altwaldes

  Am 13.1.2014 besichtigten Gudrun Zentis (MDL NRW), Horst Lambertz (Stellvertretender Landrat Rhein-Erft-Kreis), Günther Nichau (Bürger für ein umweltgerechtes Buschbell) und Tanja Keßels (BUND Kreisgruppe Rhein-Erft) das Gelände rund um die Grube der Quarzwerke GmbH, Tagebau Frechen. Dabei wurden die Feinstaubbelastung durch die Werkstätigkeit und der nicht wieder gut zu machende Schaden für die Natur  durch die geplante vollständige Vernichtung des Buschbeller Altwaldes thematisiert.

Auf Einladung von Frau Zentis – Sprecherin für Bergbausicherheit – wurde im Landtag Düsseldorf am 8. November 2013 das Thema „Feinstaub aus Tagebauen – Auswirkungen auf Mensch und Umwelt“ durch mehrere Fachvorträge erläutert. Dabei wurden die Feinstaub-Emissionen aus  den RWE Tagebauen (Hambach, Garzweiler, Inden) durch betroffene Bürger kritisiert.  Dass es auch einen Tagebau zur Gewinnung von Quarzsand  in Frechen gibt, der Feinstaub emittiert, war der Landesregierung noch unbekannt. Besonderes Interesse wurde durch die Messungen der Emissionen durch den TÜV Süd in den Jahren 2010/11 und 2011/12 geweckt, die im Auftrag der Quarzwerke Frechen durchgeführt wurden. Wir sind der Meinung, dass man die Messpunkte besser hätte auswählen können. Im Zeitraum von 09/2011 bis 09/2012 wurde die PM10 Feinstaub-Konzentration (Tagesmittelwert von 50 mikro-gramm/m³) am Messpunkt „Labor“  an 23 Tagen und am Messpunkt  „Buschbell“  an 19 Tagen bis auf das 1,7fache überschritten, berichtet Herr Nichau. Von 08/2010 bis 08/2011 hatte es 35 Überschreitungstage gegeben – ab 36 Überschreitungstagen hätten die Quarzwerke über dem für PM10 zulässigen Grenzwert gelegen.

Herr Nichau erläuterte die Gefährdung der Gesundheit der Bürger von Buschbell vor Ort für Frau Zentis und Herrn Lambertz.  Es ist davon auszugehen, dass die Staubbelastung mit einem Fortschreiten der Rodungen auch für die umliegenden Ortschaften (Neubuschbell/ Neufreimersdorf/ Königsdorf) erheblich zunehmen wird.

Die weiteren gravierenden Auswirkungen auf  Natur und Umwelt durch die beabsichtige Rodung des Buschbeller  Altwaldes mit seinen über lange Zeiträume gewachsenen, unersetzbaren Böden wurden von Tanja Keßels vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) dargestellt. Viele Tier- und Pflanzenarten würden ihren Lebensraum verlieren; auch in mehreren Generationen könnten die Kompensationsmaßnahmen nicht zu einem funktionalen Ausgleich des verloren gehenden Altwaldes mit seinen charakteristischen Lebensgemeinschaften führen. Der Rhein-Erft-Kreis ist mit 11 Prozent Waldanteil bereits der waldärmste Kreis von Nordrhein-Westfalen, der Landesdurchschnitt liegt bei knapp 27 Prozent. Der BUND fordert daher, dass die letzten Altwälder im Rhein-Erft-Kreis erhalten bleiben müssen, sowie einen Luftreinhalteplan für das Rheinland. Für den Erhalt des Buschbeller Altwaldes wurden bereits weit über tausend Unterschriften gesammelt. Die Unterschriftenaktion läuft noch.Horst Lambertz, Gudrun Zentis, Günther Nichau web

v.l.n.r.: Horst Lambertz, Gudrun Zentis, Günther Nichau

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