Weihnachtsgruß vom Buschbeller Wald

Liebe Freundinnen und Freunde des Buschbeller Waldes,

diesen Winter und bis Oktober nächstes Jahr werden keine weiteren Fällungen im Buschbeller Wald erfolgen, da der aktuelle Hauptbetriebsplan bis zum 1.5.2018 verlängert wurde! Es werden deshalb keine neuen Flächen in Anspruch genommen werden. Da darf es wirklich heißen:

von der alten Hainbuche und dem Buschbeller Wald an alle, die geholfen haben!
Was gibt es sonst noch Neues?
  • Bereits über 110.000 Menschen sind für den Erhalt des Buschbeller Waldes eingetreten – in der Online-Petition (https://www.regenwald.org/petitionen/960/wald-ist-wichtiger-als-sand-abholzen-stoppen) und auf Unterschriftenlisten. Die Petition von Rettet den Regenwald läuft weiterhin.
  • Der bekannte Autor und Waldexperte Peter Wohlleben hat für den Buschbeller Wald unterschrieben!
  • Die Schweizer Firma Elekon hat uns wertvolle Geräte umsonst zur Verfügung gestellt, um uns Fledermauserfassungen zu ermöglichen, die vor der Genehmigung des Tagebaus unterlassen worden waren!
  • Die ZDF-Dokumentation „planet e“.: „Sand – der unterschätzte Rohstoff” https://www.youtube.com/watch?v=orXr6hLe67Y ist jetzt bei der Deutschen Welle in Englischer Fassung auch für ein internationales Publikum verfügbar “Sand – a dwindling resource”: https://www.youtube.com/watch?v=j3_WXyphLRo
  • Wir haben 2017 wieder Anzeige gegen die Quarzwerke erstattet und eine Fachaufsichtsbeschwerde wegen der Vernachlässigung der Prüfpflicht, der Verschleppung bei der Übermittlung und der Verweigerung von Umweltdaten zum Wald bei den verantwortlichen Behörden eingereicht.
  • Die Untere Landschaftsbehörde des Rhein-Erft-Kreises hält seit Jahren Unterlagen zum Vergleichsvertrag Quarzwerke-Erftkreis-NABU (3 Millionen DM) zurück. Nach unserer Auffassung hätte dieser Vertrag niemals abgeschlossen werden dürfen – es ist rechtlich nicht möglich, einen Ausgleich für ein potentielles FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat-Gebiet = Europäisches Schutzgebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung) zu vereinbaren; darüber hinaus wurde der Ausgleich nicht umgesetzt. Wir fordern eine umfassende Aufklärung der Geschehnisse, da es nach unserer Meinung auch das aktuelle Verhalten der Behörden beeinflusst – gerade auch im Zusammenhang mit dem derzeitigen Insolvenzverfahren Gymnicher Mühle (das Geld für den Ausgleich wurde vom Kreis für den Flächenkauf dort verwendet).
Die Gefahr ist aber nicht gebannt – die Quarzwerke wollen weiter den Wald vernichten. Dabei ist dies zur Sättigung des Sandbedarfs unserer Wirtschaft völlig unnötig: Die Quarzwerke könnten bereits seit Jahren den Sand unter den angrenzenden Ackerflächen gewinnen. Zudem kann Quarzsand anderenorts im Rahmen der sogenannten “gebündelten Gewinnung”(d.h. wenn ohnehin Fläche durch den Abbau von z.B. Braunkohle zerstört wird) viel umweltschonender gewonnen werden. Der Sandverbrauch unserer Gesellschaft muss insgesamt drastisch reduziert werden: durch eine 100-prozentige Recyclingquote des verbrauchten Materials (Bauen, Glas, etc.) und intelligente Lösungen. Schaut man nämlich genauer hin, wird aus dem “harmlosen” Sandabbau ein Top-Klima- und Biodiversitätskiller!
Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer. Wir sammeln weiter Unterschriften für den Buschbeller Wald https://www.regenwald.org/petitionen/960/wald-ist-wichtiger-als-sand-abholzen-stoppen (oder einfach auf das Bild oben klicken) und freuen uns weiterhin über jede Unterstützung! Bitte verbreitet / verbreiten Sie das überall!
Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank! Allen frohe Weihnachten und ein gesundes und glückliches Jahr 2018!​
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